Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Allgemeines

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Aufträge – auch dann, wenn der Fotograf sich ausnahmsweise bereit erklärt ohne Vergütung zu arbeiten, beispielsweise bei so genannten TFP-Shootings und allen anderen Einsätzen bei denen kostenfrei Aufnahmen an Dritte geliefert werden (Ehrenamt, Verlosung von Shooting-Gutscheinen etc.).

Die Begriffe „Fotos“, „Fotografien“, „Aufnahmen“, „Lichtbilder“, „Werke“ und „Lichtbildwerke“ werden synonym benutzt für alle vom Fotografen hergestellten Produkte, gleich in welcher Form und welchem Medium diese erstellt wurden oder vorliegen. Die Begriffe „Urheber“ und „Fotograf“ werden gleichfalls synonym verwendet.

Rechteübertragungen

Die vom Fotografen an den Auftraggeber übergebenen Aufnahmen sind grundsätzlich nur für den eigenen Gebrauch des Auftraggebers bestimmt, d. h. es wird das einfache Nutzungsrecht (§ 31 UrhG) übertragen. Die Übertragung des exklusiven Nutzungsrechts bedarf einer gesonderten Vereinbarung in Schriftform.

Wir weisen darauf hin, dass jede Veröffentlichung einer Freigabe jeder(!) abgebildeten erkennbaren Person bedarf. Näheres entnehmen Sie bitte §22 und §23 UrhG.

Über das einfache Nutzungsrecht hinaus stimmen wir einer Veröffentlichung von Werken des Fotografen durch den Auftraggeber zu, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt werden:

  • Das geltende Recht wird beachtet (z. B. Markenrecht, Persönlichkeitsrechte, Jugendschutzgesetze usw.)
  • Die Veröffentlichung erfolgt unentgeltlich
  • Der Urheber wird genannt und falls möglich verlinkt

An Stelle des Namens des Urhebers darf ersatzweise „Blue Rose Pictures“ angegeben werden.
Bei einer Veröffentlichung in sozialen Netzen (wie Facebook) ist ersatzweise eine Verlinkung zum Profil des Fotografen oder (falls vorhanden) dem „Blue Rose Pictures Profil“ zulässig und erfüllt ebenfalls die Anforderung an die Namensnennung / Verlinkung.

Die Nicht-Einhaltung (insbesondere der Namensnennung) ist eine Verletzung der Rechte des Fotografen und berechtigt zum Schadenersatz.

Vergütung und Eigentumsvorbehalt, Zahl der Bilder

Für die Herstellung von Aufnahmen wird ein Honorar als Stundensatz, Tagessatz oder Pauschale berechnet. Alle durch den Auftrag entstehenden Nebenkosten (wie Reisekosten, Modellhonorare, Requisiten etc.) sind vom Auftraggeber zu tragen. Der Fotograf ist Kleinunternehmer nach § 19 UStG und weist daher auf Rechnung keine Umsatz-/Mehrwertsteuer aus.

Die Zahl der gelieferten Bilder kann von der Zahl der Auslösungen abweichen, denn fotografischer Ausschuss aufgrund Versagen der Technik, Fehlfokussierung oder auch weil Menschen ungünstig getroffen sind (z.B. Augen geschlossen, es läuft jemand durch das Bild, etc.) wird gelöscht. Der Zeitaufwand für das Aussortieren und auch der zusätzliche Verschleiß an Ausrüstung usw. sind in unserer Mischkalkulation ebenso wie die grundlegende Nachbearbeitung der verbleibenden Aufnahmen enthalten.

Fällige Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen. Der Auftraggeber gerät ohne Zahlungserinnerung oder Mahnung in Verzug, wenn diese Frist überschritten wird. Bei Mahnungen werden zusätzlich Zinsen in Höhe von 5% über dem Basiszinssatz der EZB ab Verzugsdatum in Rechnung gestellt. Bis zur vollständigen Bezahlung des Rechnungsbetrags bleiben auch ggf. gelieferte Aufnahmen Eigentum des Fotografen. Das vereinbarte Nutzungsrecht geht in jedem Fall erst mit Zahlung des Rechnungsbetrags auf den Auftraggeber über.

Im Regelfall erfolgt die Lieferung der Werke durch den Fotografen nach der oder gegen die Zahlung.

Bildbearbeitungen

Fotografen wie Auftraggeber ist gestattet die Aufnahmen aufzuwerten, indem diese inhaltlich in nicht diffamierender Weise verändert werden. Das Zusammenschneiden und kombinieren mit anderem Material ist dabei ebenso gestattet wie künstlerische Verfremdungen, sofern weder die abgebildeten Personen, noch der Urheber oder Dritte dadurch herabgesetzt werden.

Mit der Bildbearbeitung dürfen auch Dritte beauftragt werden. Wünscht der Auftraggeber die Bildbearbeitung/Retusche durch den Fotografen, so ist dies zusätzlich pauschal oder nach Aufwand zu vergüten und nicht vom Aufnahmeauftrag abgedeckt.

Durch andere als den Fotografen veränderte Aufnahmen bedürfen bei Veröffentlichung ausnahmslos die Angabe des Bildbearbeiters. Ist diese nicht möglich, so ist eine Veröffentlichung untersagt. Die Nichtnennung des Bildbearbeiters berechtigt uns zum Schadenersatz.

Lieferformate

Geliefert werden, sofern nicht anders vereinbart, Aufnahmen als elektronische Dateien; Fotos im JPEG Format und sRGB Farbraum.

Fotografien werden durch den Fotografen stets aus einem digitalem Negativ heraus entwickelt (Grundbearbeitung) – dies bedingt eine Bearbeitungszeit bis zu maximal vier Kalenderwochen. Eilaufträge sind nach Vereinbarung gegen Aufpreis möglich. Die digitalen Negative verbleiben beim Fotografen, es besteht jedoch keine Aufbewahrungspflicht.

Anwendbares Recht und Haftung

Alle Aufträge unterliegen deutschem Recht. Dem Fotografen steht das Urheberrecht an den Aufnahmen zu.

Wir arbeiten sorgsam und auf professionellen technischem Standard. So sind Kameras, Objektive und Blitzgeräte stets mehrfach vorhanden – dennoch können höhere Gewalt oder technisches Versagen nicht ausgeschlossen werden.

Fotografie bedeutet Malen mit Licht – technisch bedingte Einschränkungen wie Bildrauschen, Auflösungsverlust durch Bildrauschen, Schlagschatten von Blitzen o.ä. sind insbesondere dann hinzunehmen, wenn wir den Auftraggeber auf schlechte Lichtverhältnisse hingewiesen haben. Jedwede Haftung wird aus diesem Grund auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit unsererseits beschränkt.

Wir verstehen uns nicht nur als Handwerker, sondern auch als Fotokünstler und unterliegen als solche der künstlerischen Freiheit. Für abweichenden Geschmack o.ä können wir eben so wenig Haftung übernehmen, wie für entgangene Motive, Schäden an Aufnahmeobjekten, Vorlagen oder Daten sofern kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit, technischem Versagen, Krankheit des Fotografen oder höhere Gewalt wird weiterhin auf den jeweiligen Auftragswert beschränkt.

Vom Auftraggeber überlassene Vorlagen und Objekte müssen frei von Rechten Dritter sein, d.h. für die Verwendung muss der Auftraggeber berechtigt sein. Die Haftung für die Verletzung dieser Pflichten geht somit auf den Auftraggeber über.

Für von uns veröffentlichte Aufnahmen liegen entsprechende Einwilligungserklärungen vor. Bei Veröffentlichungen durch den Auftraggeber oder Dritte ist das anwendbare (im Regelfall deutsches) Recht zu beachten. Als Fotografen und Künstler übernehmen wir keine Haftung für die Art der Nutzung unserer Aufnahmen durch den Auftraggeber oder Dritte. Diese sind allein dafür verantwortlich, dass keine Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte, Markenrechte, das Jugendschutzgesetz oder andere Rechter Dritter verletzt werden.

Reservierungs- bzw. Stornogebühren

Für einige Aufträge sind nach Preisliste Reservierungsgebühren fällig – erst nach Zahlung gilt der Auftrag bestätigt. Der Kunde verzichtet auf einen Rechtsanspruch zur Erstattung dieser Gebühr, d.h. diese wird regelmäßig als Stornogebühr behandelt! Ein Kulanzantrag des Kunden ist möglich – ihm wird im begründeten Einzelfall stattgegeben (z.B. bei höherer Gewalt).

Gutscheine und Wertmarken

Gutscheine werden auf eine Shooting-Zeitdauer, bzw. ein Paketangebot zum Zeitpunkt des Kaufs ausgestellt. Sie können weiterhin eine Beschränkung, wie z.B. Outdoor oder On Location haben. Gekaufte Gutscheine sind drei Jahre ab Ausstellung gültig und können frei nach Wahl des Inhabers übertragen (also verschenkt und auch verkauft) werden. Die Barauszahlung/Rückgabe ist aufgrund der Preisgarantie für drei Jahre jedoch ausgeschlossen.

Wertmarken werden auf einen festen Geldbetrag ausgestellt. Die Preisliste einschließlich Paket- und Sonderangebote wird für diese für ein Jahr ab Ausstellung eingefroren; die Wertmarke selber ist drei Jahre gültig und kann wie Bargeld bei uns eingelöst werden. Nach einem Kalenderjahr ab Ausstellung wird die zum Zeitpunkt der Einlösung gültige Preisliste angewandt. Wie Gutscheine sind auch Wertmarken frei nach Wahl des Inhabers übertragbar, dürfen also verkauft oder verschenkt werden. Sollten zum Zeitpunkt der Einlösung günstigere Angebote vorliegen, so können diese selbstverständlich auch in Anspruch genommen werden. Die Barauszahlung/Rückgabe ist aufgrund der Preisgarantie für mindestens ein Jahr ausgeschlossen. Wertmarken können im Gegensatz zu Gutscheinen auch auf kleinere Anteile ausgegeben und vom Empfänger dann kumuliert werden (Beispiel: Finanzierung der Hochzeitsfotografie durch mehrere Schenker).

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