Kostenlos oder Umsonst?

Eine etwas provokante Überschrift, ich weiß … aber es gibt Menschen die TFP mit kostenlos oder umsonst gleichsetzen. Und mehr als einmal wollte man ein „TFP Shootings verschenken“ – was ja nun gar nicht geht!

Deswegen wird es allerhöchste Zeit für eine Klarstellung.

TFP Shootings sind meine Projekte, die ich im Normalfall mit einem weiblichen Model allein mache! Dabei fallen auch immer wieder Bilder ab, die ich für meine gewerbliche Eigenwerbung nutzen kann.

Somit scheiden jede Art von Feierlichkeiten, Veranstaltungen und Hochzeiten für kostenfreie Shootings aus. Ehrenamtlich arbeite ich derzeit für einen Faschingsverein:
1. weil Fasching im Winter ist, wo es fotografisch deutlich weniger zu tun gibt als zu anderen Jahreszeiten und
2. mache ich dies schon deutlich länger als das fotografische Gewerbe angemeldet ist.

Freundschafts-Shootings mache ich ab und zu auf TFP Basis mit Stamm-Modellen und Minderjährigen.

Bei TFP erwarte ich ein Model, welches allein zum Shooting kommt und mit dem ich fotografische Projekte umsetzen kann. Meine Ansprüche an ein Model sind dabei etwas anders als man dies gemeinhin von vielen professionellen Fotografen kennt: Anfängerinnen und Hobby-Modelle sind herzlich willkommen. Wichtig ist mir vor allem das Engagement, also die Leidenschaft am Bilder machen und natürlich muss die „Chemie“ stimmen.

Hinweis: Anfängerinnen und Interessierte mögen bitte meinen „Model Guide“ lesen.

Was ist der Unterschied zwischen TFP- und Kunden-Shooting?

Der wichtigste: bei Kunden-Shootings gehören die Bilder dem Kunden. Darf ich einzelne Bilder aus so einem Shooting für die Eigenwerbung verwenden, gibt es einen Preisnachlass, bearbeitete Bilder kostenfrei, verlängerte Shootingzeiten etc. Bei TFP dagegen wird ein Vertrag mit Übertragung von Bildrechten abgeschlossen.

Da ich gewerblich tätig bin fallen alle Modelle als TFP Partner weg, welche die kommerzielle Nutzung von Bildern einschränken oder vollständig untersagen.

Der Kunde legt fest was, wo und wie lange fotografiert wird und wer dabei ist und bekommt dafür ein Angebot mit einem Preis. Bei TFP lege ich all dies mit dem Model gemeinsam fest und akzeptiere niemanden am Sed, der nichts mit dem Shooting zu tun hat, also keine „Beobachter“ oder „Begleiter“. Diese stören mich bei der Arbeit und lenken das Model ab, die Bilder kann ich dann vergessen. Ich habe dies in der Vergangenheit öfters gehabt – seitdem diese Anforderung besteht hab ich deutlich weniger Probleme – also bleibt das auch so! Eine professionelle (!) Visagistin oder Hair-Stylistin ist hier natürlich nicht gemeint – im Gegenteil – aber diese arbeiten im Normalfall nicht auf TFP-Basis. Die Kosten der Visagistin gehen übrigens auf den der die Bild-Idee hatte, denn bei TFP trägt jeder seine Kosten selber.

Fazit: TFP bedeutet NICHT „Bilder abgreifen für lau“. Es bedeutet Arbeit und Aufwand auf beiden Seiten und das gegenseitige Übertragen von Nutzungsrechten an den entstandenen Bildern.