Schaden Aktbilder eigentlich dem Model?

Die kurze Antwort:

Meine nicht ;-)

Die lange Antwort:

Nein. Es gibt zwar Berufe in denen das immer wieder behauptet wird, aber so pauschal ist das zumindest nicht richtig, denn zum Einen muss man unterscheiden zwischen Aktfotos und Nacktfotos. Zum Anderen kann einem JEDES Foto schaden, wenn man falsch damit umgeht oder es einfach „dumm läuft“.

Man denke an die Affäre „Gabriele Pauli“ und die Bilder mit langen Handschuhen – die Dame war auf den Bildern nicht nackt und wurde trotzdem geschasst. Aber nicht wegen der Fotos, sondern weil man die Dame eh loswerden wollte. Wenn dies zutrifft, wird sich IMMER ein Grund finden. Und auch in Berufen mit Kundenkontakt und Publikumsverkehr geht es nicht um stilvolle (verdeckte) Akte, sondern eher darum keine „primitiven Bilder“ zu zeigen. Aus genau diesem Grund schaden zum Beispiel Partyfotos sehr viel mehr als stilvolle erotische Bilder – aber Partybilder stehen zuhauf bei Facebook weil „man ja nicht nackt darauf ist“ ;-) Nun ja. Dasselbe gilt für schlecht gemachte Portraits oder andere „billige Fotos“ – wie viel man darauf anhat ist dagegen nicht so wichtig. Um regelrecht pornografische Bilder zu machen, muss Frau sich übrigens nicht einmal ausziehen.

Billige Aktbilder oder gar Sexbilder haben nur eine Mission, sie wollen niedere Triebe anregen. Stilvolle und ästhetische Aktbilder zeigen dagegen die Schönheit des weiblichen Körpers und sprechen die kultivierteren Sinne an. Aktbilder zeigen das Model auf eine viel verletzlichere Weise als wenn es voll bekleidet vor die Kamera tritt. Es gibt natürlich Menschen, die sich auch daran stören, dass griechische Statuen nackt sind. Denen ist aus meiner Sicht nicht mehr zu helfen und wer so jemanden als Vorgesetzten oder im Kundenumfeld hat, dem schaden wohl auch Aktbilder. Stellt sich nur die Frage ob man für so jemanden arbeiten sollte …

Die Existenz von ästhetischen Aktfotos kann übrigens im Gegenteil sogar nützlich sein. Denn um sich unbekleidet einem Fremden zu zeigen muss Frau nicht nur viel Vertrauen aufbringen, sondern auch ein gewisses Maß an Selbstvertrauen haben. Was übrigens auch der Grund dafür ist, dass viele Frauen sich erst relativ spät zu diesem Schritt entschließen – Selbstvertrauen ist für beruflichen Erfolg jedoch beinahe noch wichtiger als Fachwissen. Viele Frauen, die sich mit 30 oder 40 dann offen für Aktbilder zeigen, sind dann bekümmert, dass sie nicht mehr so aussehen wie 20 … Und leider ist das ist ein weiterer Grund, warum Aktbilder nicht „schädlich“ sind: das Aussehen verändert sich mit der Zeit beträchtlich. Bereits eine andere Frisur kann einen völlig anderen Typ aus einer Frau machen. Wer es nicht glaubt, suche sich einmal 10 Jahre alte Fotos von sich heraus und wundere sich. Viele Studentinnen jobben als Aktmodell und haben später beachtliche berufliche Erfolge vorzuweisen. Ein gutes Pseudonym und das Vermeiden des bürgerlichen Namens, sowie etwas Fingerspitzengefühl im Zusammenhang mit Veröffentlichungen sind jedoch wichtig. Dasselbe gilt aber auch für ALLE Fotos – egal wie unbekleidet oder bekleidet man auf diesen ist. Und nicht umsonst lassen viele Promis für den Playboy die Hüllen fallen. Dauerhaft geschadet hat das meines Wissens noch nie jemanden.

Des Weiteren bedeutet das Anfertigen von Aktbildern mit mir nicht automatisch, dass jedes Bild im Netz landet. Und fast immer sind verdeckte Akte viel schöner als wenn gleich alles zu sehen ist. Weiterhin gibt es viele Methoden Bilder zu anonymisieren. Sei es durch Bildschnitte wie bei Körperlandschaften oder fotografische Schärfe und Unschärfe. Auch manche Posen eignen sich dafür. Aber Fingerspitzengefühl braucht man bei jeder Veröffentlichung.

Mein Fazit lautet jedenfalls: Es ist nicht wichtig wie bekleidet oder unbekleidet man auf einem Foto ist, sondern wie das Bild auf den Betrachter wirkt. Billige Fotos schaden immer dem Ansehen, gute nicht. Die Menge an Stoff gibt jedenfalls nicht den Ausschlag.